Paradise

Wer vom letzten Paradies noch kleine Filmchen sehen möchte: Sie sind jetzt in „Paradiese“ geladen.

Wir fahren am herrlichen Pazifik nach Santa Barbara. In Los Olivos, einem goldigen Weinörtchen, wo auch die Neverlandranch von Michael Jackson liegen soll – wir haben keine Lust, nur ein verschlossenes Tor vorzufinden – trinken wir Café.

Das Navy gibt uns die Adresse eines Motel 6 an. Wir fahren durch herrliches Gebirge und sehen zwischen 2 Berggipfeln Santa Barbara liegen, heiß und groß. Wir erreichen das Motel. Schreck lass nach,  250 $ die Nacht. Nee. Also echt nicht. Wir beschließen zu campen. Der AAA Campingführer schickt uns 17 Meilen zurück in die Berge, in den Los Padres Nationalpark. Und wo könnte hier die Campsite wohl liegen? Ganz klar, in der Paradise Road. Und wieder finden wir einen Traumplatz unter einer dicken ausladenden kalifornischen Eiche, unter der 20 Zelte beschattet werden könnten .Der benachbarte Zeltplatz, auf dem zwei reizende Studenten aus Schleswig-Holstein ihr Lager aufgeschlagen haben, ist etwa 50 Meter entfernt. Und wieder sind wir im Paradies. Der Ausblick auf die Bergwelt – atemberaubend, besonders im unterschiedlichen Licht der Tageszeiten. Erdhörnchen flüchten bei unserer Ankunft in ihre Höhlen. Am nächsten Morgen werden wir von heftigem Gekecker eines Schwarms Krähen über uns im Baum geweckt. Beim Morgenkaffee besucht uns ein 5 cm großer Kolibri. Der Tag ist warm, die Nacht erholsam kühl. Was will man mehr?

Am nächsten Morgen fahren wir wieder gen Santa Barbara, um die Mission zu besichtigen. Und da, zwischen den besagten zwei Bergen – nichts mehr. Kein Hauch mehr von Stadt. Dafür hat irgendwer – und ich hab eine Ahnung, wer das war – einen riesigen Quilt aus gigantischen Wattebäuschen darüber getufft. Uns bleibt die Luft weg, wir halten an verbotener Stelle. Das muss man fotografieren.

Die Missio – Franziskaner –  hier in Bildern.

Nur eins noch dazu: D a s Ist der größte Gummibaum, den ich je gesehen habe. Und es gab große in Kenia…

Zurück in der Paradise Road halten wir am Paradise Store, und die hübsche, fröhliche Kristina spricht uns in nahezu perfektem Deutsch an. Sie war einige Jahre in Freiburg gewesen.

Dann serviert sie uns leckeren Salat und Burger und lädt uns ein, am Samstag doch zum Konzert der Pacific Coast Blues Band zu kommen. Eigentlich wollten wir an diesem Morgen weiter. Aber das Konzert dürfen wir uns doch nicht entgehen lassen. Gut so. Seht und hört selbst:

Und unser Blogaufkleber klebtjetzt  auf deren Lautsprecher 🙂

Am späten Abend, es ist sternklar und es herrscht Lagerfeuerverbot wegen der Trockenheit, kommen Jonas und Dennis zurück und plaudern noch bis in die Nacht mit uns Alten. Das hat uns echt gefreut. Hallo Jungs, wir grüßen Euch herzlich von Las Vegas Best Value nach Las Vegas Youth Hostel. Wir drücken die Daumen, dass Ihr Euer Glück im Bellagio macht, was immer das bedeutet.

Ja, und schweren Herzens ziehen wir weiter. Auf nach LA.