Bandon und etwas weiter

Wir fahren wieder Richtung Küste und erreichen sie bei dem Ort Bandon, einem kleinen Städtchen mit Supermarkt. So können wir uns für den Abend wieder mit dem Nötigsten eindecken. Aber Bandon hat auch eine süße kleine Altstadt, eine große Holztafel zeigt  “Little Old Town” in alter Schrift an. Kleine, bunt gestrichene Holzhäuser in Goldgräber Manier beherbergen Geschäfte mit Klamotten, Hand gemachten Schuhen, Töpferwaren und sonst noch allerlei Kunsthandwerk und Souvenirs, an einem kleinen Hafen gelegen, wo gerade eine Schulausstellung von Pferdebildern statt findet. Wir schlendern hindurch, besuchen eine große Markthalle mit Gemüse und allerlei Handarbeiten, und unser knurrender Magen führt uns zu einem Fischlokal, wo wir ihn mit herrlichem “Seafood Combo” zum Schweigen bringen, einem Teller voll Scampi, Venusmuscheln und einer riesigen halben Krabbe, dazu 2 feine Sößchen. Mmmmh lecker.

Mit der Camp-Suche haben wir kein Glück, denn obwohl 2 Plätze in der Karte eingezeichnet sind, erweisen sich diese als reine RV-Plätze, und es werden keine Zelte gestattet. So müssen wir nochmal 15 Meilen fahren, um dann aber zu einem absoluten Geheimtipp zu gelangen, der Floras Lake Campsite, an einem schönen See gelegen, der nur durch eine Düne vom rauschenden Pazifik getrennt liegt, um zahlreichen Surfern mit ihren bunten Schirmen ein Paradies zu bieten. Und er kostet nur 14 Dollar.

Nach einem kurzen Spaziergang zum Strand schlagen unser Zelt unter den wunderschönen Bäumen auf, und als wir gerade fertig gegessen haben, werden wir von einem reizenden Ehepaar in unserem Alter angesprochen, in perfektem Deutsch. Jane und Tim waren beide Deutschlehrer. Tim hatte sogar mal in Deutschland an einer Realschule ein Jahr Englisch unterrichtet, und Jane war einige Monate in Bremen gewesen. Immer, wenn wir uns dort wieder über den Weg liefen, plauerten wir zusammen. Es war richtig nett. Einen ganz herzlichen Gruß, Jane und Tim.

Nach 2 Tagen und einem herrlichen Frühstück in diesem goldigen Lokal, wo wir auch die beiden wieder trafen …

… müssen wir weiter.